Streik in der ZIM-Zentrale stört den Hafenbetrieb und fügt dem Übernahmeprozess von Hapag-Lloyd eine weitere Variable hinzu
Hongmingda LogistikEs handelt sich um ein Logistikunternehmen mit mehr als 20 Jahren Transporterfahrung, das sich auf Märkte wie Europa, die Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Südostasien konzentriert. Es ist eher ein Frachteigentümer als ein Frachteigentümer
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Nach Angaben des israelischen Mediums Calcalist streikten am Nachmittag des 17. April rund 900 tarifpflichtige Mitarbeiter in der ZIM-Zentrale. Der Grund dafür war, dass Gewerkschaft und Management in einer neuen Runde der Tarifverhandlungen keine Einigung erzielen konnten. Der Streik hat die meisten ZIM-Operationen in Israel zum Erliegen gebracht, darunter auch die Entladeoperationen in Häfen.
An diesem Wochenende werden die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern fortgesetzt, auch Vertreter von Hapag-Lloyd werden beteiligt sein. Das Zim-Management hofft, in den nächsten Tagen den normalen Betrieb wieder aufnehmen zu können. Gewerkschaftsvorsitzender Oren Caspi sagte, Hapag-Lloyd versuche, Hunderte von Mitarbeitern zu Bedingungen, die im Widerspruch zu bestehenden Tarifverträgen stünden, in den Vorruhestand zu zwingen. ZIM antwortete, dass, obwohl alle Parteien einen vorläufigen Konsens über die Bedingungen der neuen Vereinbarung erzielt hätten, die Gewerkschaft dennoch beschlossen habe, einen Streik zu starten.
Im Februar dieses Jahres erwarb Hapag-Lloyd gemeinsam mit dem israelischen Private-Equity-Fonds FIMI alle Anteile von ZIM für 4,2 Milliarden US-Dollar. Damals streikten etwa 1.000 Mitarbeiter im israelischen Hauptquartier von Zim, weil sie befürchteten, dass ihre Rechte und Interessen geschädigt würden, und forderten Arbeitsplatzschutz und Entschädigung. Hapag-Lloyd machte daraufhin Arbeitszusagen und stellte mindestens 300 Millionen US-Dollar zur Zahlung von Entschädigungen für rund 500 Mitarbeiter bereit, der Streik wurde nachgelassen. Dieser Streik zeigt erneut, dass Arbeitnehmer und Management noch immer keine Einigung über die Frage der Arbeitnehmerrechte und -interessen erzielt haben, was schwerwiegende Auswirkungen auf den Übernahmeprozess haben könnte.
Darüber hinaus hat ZIM-Präsident und CEO Eli Glickman seinen Rücktritt angekündigt und der Vorstand plant, in den nächsten Wochen eine Nachfolgeauswahl einzuleiten. Eli Glickman bleibt mit einer sechsmonatigen Kündigungsfrist an Bord, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Hapag-Lloyd hatte zuvor optimistisch erwartet, dass die Übernahmetransaktion bis Ende 2026 abgeschlossen sein würde, die Branche ging jedoch allgemein davon aus, dass die Transaktion aufgrund mehrerer Herausforderungen auf 2027 verschoben werden könnte.
